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Ansprechpartner

Herr
Ulrich Schäfer

Zugführer KAB

Tel: 06041 5983
Uli.Schaefer[at]drk-bleichenbach[dot]de

 

 

Kreisauskunftsbüro Wetterau

"Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid!“ – Leitsatz aus dem Protokoll der XVII. Internationalen Rotkreuz-Konferenz 1948 in Stockholm.

Der Suchdienst des DRK ist seit 1945 Ansprechpartner für die weltweite Suche nach Angehörigen und für Familienzusammenführungen. Durch die Folgen des Dritten Reichs sowie des Eisernen Vorhangs in Europa ist noch heute der Verbleib von 1,3 Mio. Menschen unbekannt.

Heute hilft der DRK-Suchdienst Menschen, die durch Krieg, Katastrophen, Aussiedlung, Flucht und Vertreibung getrennt wurden und nach ihren Angehörigen suchen.

Der Suchdienst besteht aus der Leitstelle in Berlin sowie Standorten in Hamburg und München. Außerdem gibt es Suchdiensteinrichtungen in den eigenständigen Landes- und Kreisverbänden

Foto: Gruppe von DRK-Helfern vor ihrem Einsatzfahrzeug.
Bild: DRK Suchdienst

Das DRK-Kreisauskunftsbüro (KAB) ist solch eine Suchdiensteinrichtung.

Bei Katastrophen oder Großschadenslagen werden Personendaten erfasst um Auskunft über den Verbleib der Betroffenen erteilen zu können.

Somit sind die Personensuche, die Schicksalsklärung und die Zusammenführung von Menschen im Falle einer Katastrophe oder eines Konflikts die Hauptaufgaben des KAB.

Suchdienst - ein umfangreiches Arbeitsfeld

Die Aufgaben des Suchdienstes bei Katastrophen, Großschadensereignissen, Großveranstaltungen und anderen Gelegenheiten

  • Einrichten einer Auskunftsstelle als zentrale Anlaufstelle
  • Entgegennahme von Suchanträgen nach Personen sowie Meldungen über Betroffene
  • Auswerten von Informationen und Begegnungen ermitteln
  • Suchenden Menschen Auskunft zum Aufenthaltsort der gesuchten Person erteilen
  • Beurteilung von Situationen durch Erzeugung statistischer Grundlagen
  • Veranlassung weiterer Hilfeleistung aufgrund statistischer Beurteilung

Die Aufgaben des Suchdienstes im Konfliktfall für ausländische Kriegsgefangene und geschützte Personen

  • Entgegennahme oder Erstellung der Meldungen von der zuständigen Verwaltungsbehörde des Kreises bzw. der kreisfreien Stadt (betrifft geschützte Zivilpersonen)
  • Sorge für die Weiterleitung der Meldungen
  • Mitwirkung bei Vermittlung des Internierten- und Kriegsgefangenenschriftwechsels.

Die Aufgaben des Suchdienstes im Konfliktfall für die eigene Bevölkerung

  • Hilfen für Kinder unter 15 Jahren nach Artikel GA IV/24
  • Sicherstellen des Familienschriftwechsels gem. GA IV/25
  • Nachforschungen nach Verbleib getrennter Familien (GA IV/26)
  • Familienzusammenführung nach Artikel GA IV/26
  • Benachrichtigung von Familien, deren Angehörige in Kriegsgefangenschaft geraten sind anhand IKRK-Meldungen
  • Benachrichtigung von Familien, deren Angehörige im Ausland interniert wurden, anhand IKRK-Meldungen
  • Aushändigung zugestellter persönlicher Wertgegenstände ehemaliger Kriegsgefangener und Internierter an die betroffenen Familien
  • Beratung der Familien in allen Fragen, die mit dem kriegsbedingten Schicksal eines Angehörigen zusammen hängen.

KAB Wetterau

Das KAB Wetterau besteht aus 25 Helfern der DRK Kreisverbände Büdingen und Friedberg.

Für unsere Arbeit stehen uns zur Zeit 2 voll ausgerüstete, mobile PC-Arbeitsplätze zur Verfügung sowie eine Ausstattung um ein selbstständig arbeitendes Kreisauskunftsbüro voll einsatzfähig aufzubauen. Durch die Verlastung der Materialien auf dem KAB-Fahrzeug mit Hänger ist es im Katastrophenfall möglich vor Ort mobil agieren zu können. Unterstützt werden wir hier von unserem Kradmelder.

Foto: DRK Bleichenbach - Einsatzgruppe Hochwasser in Havelberg

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